Zoravar-Kirche

Zoravar-Kirche

Die Zoravar-Kirche, auch bekannt als Surb Theodoros und Gharghavank, befindet sich in der Provinz Kotayk, etwa 3 km nordöstlich von Yeghvard, in der Nähe des heutigen Dorfes Zoravan. Es handelt sich um eine Kirche mit mehreren Apsiden, die im 7. Jahrhundert, dem goldenen Zeitalter der armenischen Architektur, von Fürst Grigor Mamikonyan erbaut wurde.

Dem Historiker Hovhannes Draskhanakerttsi zufolge errichtete Grigor auf der Ostseite von Yeghvard nicht nur eine Kirche, sondern auch ein Kloster, das als Wohnstätte für zölibatäre Geistliche dienen sollte.

Die Kirche zählt bis heute zu den frühesten bekannten armenischen Rundbauten mit acht Apsiden. Sie ist aus braunem Tuffstein erbaut. Von den acht Apsiden war die östliche – die Hauptapsis (Avag Khoran) – etwas größer als die anderen. Zwischen den Apsiden öffnen sich nach außen hin tiefe dreieckige Nischen, während sich im Inneren an ihren Schnittpunkten Dreiviertelsäulen mit Kapitellen erheben.

Die Kirche hatte vermutlich drei Eingänge, von denen der nördliche und der westliche erhalten geblieben sind.

Das Innere der Kirche war einst bemalt. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts sah Toros Toramanian Spuren von Putz und Wandmalereien. In den erhaltenen Abschnitten wurden vor allem ornamentale Motive festgestellt, doch wurde auch ein Fragment der Kleidung einer menschlichen Figur untersucht, dessen Ausführung mit dem Wandgemälde 666 von Aruch verglichen wurde. Eine Wandinschrift belegt zudem, dass Hovhannes und Vardan die Ausschmückung der Kirche später erneuerten.

Das Kloster war zudem ein Zentrum der Handschriftenkopie. Im Jahr 1197 kopierten David und Nerses hier Sargis Kunts „Kommentar zum Lukasevangelium“. An den Wänden der Kirche sind zudem Stiftungsinschriften aus dem 12. und 13. Jahrhundert erhalten geblieben, die die Schenkung von Weinbergen in Yeghvard an das Kloster dokumentieren.

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