Die Kirche der Heiligen Mutter Gottes in Gyumri, auch bekannt als „Yot Verk“-Kirche (Kirche der sieben Wunden), befindet sich im Zentrum der Stadt, direkt am Vardanants-Platz. Sie wurde im 19. Jahrhundert, beginnend im Jahr 1837, aus schwarzem Tuffstein erbaut und gehört zum Typ der dreischiffigen Basilika.
Die Kirche weist den Grundriss und die klassische Komposition auf, die für Kuppelbasiliken jener Zeit charakteristisch sind.
Ihr Name steht im Zusammenhang mit der hier aufbewahrten Ikone der „Heiligen Mutter Gottes der Sieben Wunden“. Der ikonografischen Tradition zufolge steht das Thema der „Sieben Wunden“ für die Leiden der Mutter Gottes, die mit zentralen Episoden aus dem Leben Christi verbunden sind.
An der Westseite befindet sich der Narthex (Gavit) mit seinem säulengestützten Glockenturm. Die für Meister Trdat ab dem 10. Jahrhundert charakteristische Methode, massive Wände durch Pilaster aufzulockern, wurde auch zu einem Merkmal der Architektur von Schirak.
Die Ostfassade ist mit dem Relief der „Sieben Wunden“ geschmückt. Die Inschrift darunter vermerkt, dass die Ikone der Kirche im Jahr 1830 von Pater Poghos vom Hasankale-Kloster im Bezirk Basen in Großarmenien nach Harichavank, dann nach Etschmiadsin und schließlich nach Gyumri gebracht wurde. Die Verzierung des Chorschranzes der Hauptapsis ähnelt der der Mutterkathedrale von Etschmiadsin.
Die Yot-Verk-Kirche zeichnet sich zudem dadurch aus, dass ihre fünf Apsiden einst für Gemeinden verschiedener Konfessionen vorgesehen waren: Die Hauptapsis diente der Armenisch-Apostolischen Kirche, die St.-Yot-Verk-Apsis der orthodoxen Kirche, die Apsis der Heiligen Dreifaltigkeit der katholischen Kirche und die St.-Sargis-Apsis den Assyrern.
Das Erdbeben von Spitak im Jahr 1988 beschädigte Teile des Bauwerks, woraufhin Restaurierungsarbeiten durchgeführt wurden.