Die antike Siedlung Karakoyun

Die antike Siedlung Karakoyun

  • 32 km östlich des Dorfes Aygiavan, Gemeinde Vedi, Provinz Ararat, Republik Armenien

Karahoyun, auch bekannt als „Schwarzes Schaf“, ist eine mittelalterliche, verlassene Siedlung in der Provinz Ararat, etwa 32 km östlich des Dorfes Aygevank gelegen. Sie liegt auf einem Plateau, das von den Schluchten des Flusses Vedi umgeben ist, und gehört zu den antiken Siedlungen der historischen Provinz Urts.

In der Gegend sind Denkmäler aus dem 9. bis zum 17. Jahrhundert erhalten geblieben. Hier befinden sich zwei große mittelalterliche Friedhöfe mit zahlreichen Khachkars und verzierten Grabsteinen. Einige der Khachkars tragen Inschriften und sind auf die Jahre 1205, 1213, 1233, 1525 und 1551 datiert. Dank dieser Funde gilt Karakoyun als eines der bedeutendsten Zentren mittelalterlicher Khachkars in der Provinz Ararat.

Besonders wertvoll sind die beiden Basalt-Khachkars aus dem Jahr 1551, die von einem Meister namens Khachatour geschnitzt wurden. Einer von ihnen trägt eine 12-zeilige Inschrift, während der andere den Namen Margar erwähnt. Forschern zufolge war Margar wahrscheinlich am Wiederaufbau der Siedlung beteiligt.

In Karagoyun sind zudem die Ruinen von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden sowie Spuren einer Quelle, einer Wassermühle und einer Ölmühle erhalten. Diese geben einen Einblick in das Alltagsleben und die landwirtschaftlichen Aktivitäten der Siedlung.

Die Siedlung wurde schließlich im 20. Jahrhundert aufgegeben. Quellen nennen unterschiedliche Daten für die Aufgabe: zwischen 1925 und 1945 oder zwischen 1945 und 1952.

Die Konservierungsarbeiten an den Denkmälern von Karakoyun werden fortgesetzt. Im Jahr 2018 wurden hier im Rahmen der Initiative „Neues Leben für Khachkars“ fünf Khachkars restauriert und gesichert.

Heute ist Karakoyun eine bedeutende historische und kulturelle Stätte, an der man die Überreste einer mittelalterlichen Siedlung, Khachkars und alte landwirtschaftliche Bauwerke besichtigen kann.


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