Hogevank, auch bekannt als Karmir Vank (Rotes Kloster), liegt in der Provinz Shirak, etwa 3 km nordwestlich des Dorfes Sarnaghbyur. Das größte heute noch erhaltene Bauwerk ist die St.-Karapet-Kirche aus dem Jahr 1205, doch der Komplex umfasst auch Schichten aus früheren Epochen. Etwa 50 Meter nördlich der Hauptkirche sind die unteren Mauerläufe einer einschiffigen Kirche aus dem 5. Jahrhundert und einer Kirche mit vier Apsiden aus dem 7. Jahrhundert erhalten geblieben.
Die Kirche aus dem Jahr 1205 ist ein Bauwerk vom Typ einer Kuppelhalle. Im Osten befindet sich eine halbkreisförmige Hauptapsis, die auf beiden Seiten von rechteckigen, gewölbten Seitenkapellen flankiert wird. Die Kirche verfügt über einen westlichen und einen nördlichen Eingang, und ihre Fassaden sind durch tiefe Nischen gegliedert. Für das Hauptmauerwerk wurde roter, behauener Tuff verwendet.
Der Grundriss des Bauwerks ist erhalten geblieben: Er besteht aus aneinandergrenzenden Apsiden mit einem Durchmesser von jeweils 2,5 m, die außen von dreiseitigen Wänden umschlossen sind – ein Merkmal, das Hogevank unter den kleinen Vierapsis-Bauwerken der Frühzeit hervorhebt.
Was die Außenverzierung der Kirche betrifft, so ist nur ein einziges Gesimsfragment erhalten geblieben, das ein Korbgeflechtmotiv aufweist.
Auf dem Gelände der St.-Karapet-Kirche sind skulpturale Fragmente von vierseitigen Stelen aus dem 4. bis 5. Jahrhundert sowie von Khachkars (Kreuzsteinen) aus dem 13. Jahrhundert erhalten geblieben, deren Inschriften jedoch im Laufe der Zeit unleserlich geworden sind.