Goshavank ist ein mittelalterliches Kloster, das nicht weit von den Ruinen einer älteren Kirche namens Getik errichtet wurde, die 1188 durch ein Erdbeben zerstört wurde. Es befindet sich im Dorf Gosh in der Region Tawusch am linken Ufer des Flusses Getik.
Das Kloster wurde nach Mkhitar Gosh benannt, einem bekannten armenischen Wissenschaftler, Historiker, Schriftsteller und Lehrer, der hier 25 Jahre lang lebte und arbeitete. Goshavank war einst nicht nur ein religiöses, sondern auch ein wichtiges Bildungs- und Kulturzentrum.
Mkhitar Gosh gründete hier eine Schule, in der Sprachen (Armenisch, Latein, Griechisch), Grammatik, Philosophie, Musik, Zeichnen und andere Fächer unterrichtet wurden. Goshavank war eines der berühmten Zentren der Manuskriptschreiber. Zahlreiche Manuskripte wurden im Buchdepot des Klosters aufbewahrt.
Das Kloster wurde im 12. Jahrhundert von Mkhitar Gosh mit Unterstützung des Fürsten Ivane Zakaryan erbaut. Die Hauptkirche des Klosters St. Astvatsatsin wurde 1191 erbaut. Andere Kirchen des Klosters sind St. Grigor Lusavorich (1237-1241) und St. Grigor (1208-1231). Die Kapellen St. Hripsime und St. Arakelots wurden ebenfalls von Mkhitar Gosh im Jahr 1208 erbaut. Die Kirche St. Gevorg wurde 1254 nach dem Tod von Mkhitar Gosh erbaut.
Der Komplex umfasst auch einen Narthex, ein zweistöckiges Skriptorium - einen Glockenturm - und viele Khachkars (Kreuzsteine).