Die Kirche „Heilige Marine“ (oder „Heilige Mutter Gottes“) in Artik ist eines der markantesten Denkmäler der frühmittelalterlichen armenischen Architektur.
Es handelt sich nicht um eine gewöhnliche einschiffige Kirche. Zu beiden Seiten des westlichen Teils befanden sich offene Außenapsiden, und zu beiden Seiten der Hauptapsis nach innen öffnende Apsiden. Insgesamt verfügte die Kirche über fünf nach Osten ausgerichtete Apsiden – drei innere und zwei offene äußere. Am Sturz des Fensters der Hauptapsis ist das für das Frühmittelalter typische Zeichen eines gleicharmigen Kreuzes erhalten geblieben.
Der westliche Querschaft der Kirche gehört zu den am besten erhaltenen Abschnitten: Seine Mauern, der Gewölbebogen sowie eine Reihe von Steinen aus dem dreieckigen Giebel und den Gesimsen sind erhalten geblieben. Auch der nördliche Querschaft steht noch teilweise, während der südliche Querschaft fast vollständig eingestürzt ist.
Die Kuppel der Kirche ist vollständig verloren gegangen, doch die erhaltenen Elemente des Bauwerks lassen darauf schließen, dass sie ursprünglich kuppelüberdacht war.
Das Denkmal befindet sich derzeit in einem baufälligen Zustand.