Kloster Gndevank

Kloster Gndevank

Gndevank liegt in der Provinz Vayots Dzor, südwestlich des Dorfes Gndevaz, in einer tiefen Schlucht am linken Ufer des Flusses Arpa, auf einer abfallenden Ebene, die von Felswänden umgeben ist.

Die wichtigste Quelle zur Gründung des Klosters ist der Historiker Stepanos Orbelian aus dem 13. Jahrhundert. Ihm zufolge wurde Gndevank im Jahr 936 von Prinzessin Sofia, der Gattin von Smbat, dem regierenden Fürsten von Syunik, erbaut. In der Inschrift an der Westwand des Klosters schreibt Sofia: „Vayots Dzor war ein Ring ohne Stein; ich habe dies erbaut und einen Stein darauf gesetzt.“

Die Hauptkirche von Gndevank, Surb Stepanos, wurde zwischen 931 und 936 erbaut. Von außen handelt es sich um eine kreuzförmige, zentralkuppelige Kirche mit vier Apsiden und zwei Seitenkammern auf der Ostseite. Das Bauwerk besteht aus gut behauenem Basalt. An den Außenwänden der Querarme sind für die armenische Architektur charakteristische dreieckige Nischen angebracht, die die Masse der Wände auflockern und zudem eine dekorative Bedeutung haben.

Angrenzend an die Surb-Stepanos-Kirche errichtete Abt Kristapor den Gavit. Im 13. und 14. Jahrhundert war das Kloster weiterhin in Betrieb und wurde ausgebaut. Erhaltene Inschriften zeugen von Renovierungsarbeiten, die im Jahr 1309 durchgeführt wurden. Später, im 17. Jahrhundert – insbesondere im Jahr 1691 – wurden auf Initiative von Abt Petros Vardapet die Kirche und der Gavit renoviert, Mauern mit Türmen errichtet sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäude gebaut.

Im Inneren der Kirche sind Reste von Wandmalereien erhalten geblieben.

In den Jahren 1968–1971 wurden am Komplex Restaurierungs- und Geländegestaltungsarbeiten durchgeführt.

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