Die Kirche des Heiligen Erlösers (Amenaprkich) in Gyumri befindet sich im historischen Stadtzentrum, an der Südseite des Vardanants-Platzes. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut; die Bauarbeiten begannen 1858 und wurden 1873 abgeschlossen.
Die Idee zum Bau der Kirche ging von der armenischen Gemeinde von Alexandropol aus. In ihrer architektonischen Gestaltung ähnelt das Gebäude der Mutterkathedrale von Ani.
„Heiliger Erlöser“ ist eine Kreuzkuppelkirche. Ihr Äußeres zeichnet sich durch Mauern aus schwarzem Tuffstein, eine mehrteilige Fassadengestaltung und eine hohe Kuppel aus. Der Glockenturm befindet sich im westlichen Teil der Kirche.
Die Kirche ist reich an Wandmalereien und Ikonen. Seit dem frühen Mittelalter ist der Kuppeltrommel mit einem Christusbild verziert, das die Theophanie darstellt. Im Spätmittelalter ersetzte ein großes Kreuz das Christusbild in der Hauptapsis. An der Wand der Chormauer sind Ölgemälde auf Leinwand in breiten vergoldeten Rahmen angebracht – in der Mitte steht Christus auf Wolken, flankiert von den Aposteln. An den Wänden des Gebetsraums sind Darstellungen von Heiligen der armenischen Kirche angebracht.
Das Spitak-Erdbeben von 1988 beschädigte die Kirche schwer: Die Kuppel und der Glockenturm stürzten ein, und das Gebäude befand sich lange Zeit in der Restaurierung. Bei der Restaurierung wurden die historischen äußeren Formen erhalten und die wichtigsten architektonischen Elemente wiederhergestellt.
Heute gilt die Heilig-Erlöser-Kirche in Gyumri nicht nur als aktive Kirche, sondern auch als wichtiges Zeugnis der Stadtkultur Alexandropols im 19. Jahrhundert.