Kloster Harich

Kloster Harich

Das Harich-Kloster im Dorf Harich in der Region Shirak ist eines der bedeutendsten mittelalterlichen kulturellen und spirituellen Wahrzeichen Armeniens. Das Kloster wurde im 7. bis 8. Jahrhundert erbaut und hat seine historische und mystische Atmosphäre bis heute bewahrt.

Ein kleiner Teil des Klosterkomplexes, die Kirche des Heiligen Gregor des Erleuchters, wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Eines der interessantesten Merkmale des Klosters Haghartsin ist die Reihe schwarzer Steine, die im oberen Teil der Kuppel zu sehen ist. Der Legende nach starb während des Baus der Kirche der jüngere der beiden Brüder, Ivanen, und der ältere Bruder verkleidete diesen Abschnitt als Zeichen der Trauer mit schwarzen Steinen.

Mit dem Haghartsin-Kloster sind viele Legenden verbunden. Der lokalen Überlieferung zufolge führt ein Tunnel, der unter dem Kloster verläuft, bis nach Ani. Eine andere Legende besagt, dass sich die Frauen und Kinder des Dorfes während eines Angriffs der Seldschuken im Kloster versteckten und „verschwanden“. Der Geschichte zufolge flohen sie durch den Tunnel der Kirche nach Ani und retteten sich so vor dem Angriff.

In der Nähe des Klosters befindet sich zudem eine kleine Kapelle, mit der eine weitere interessante Legende verbunden ist. Es heißt, dass sich die Prinzessin der Fürsten während der seldschukischen Invasion in der Kapelle versteckte und betete. In diesem Moment brach der Felsen ab und wich zurück, wodurch die Prinzessin gerettet wurde. Im hinteren Teil der Kirche ist eine Uhr erhalten geblieben, die der Überlieferung zufolge die Zeit präzise anzeigt.

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