Kirche „Heilige Mutter Gottes“ in Voskepar | Armenien entdecken

Kirche „Heilige Mutter Gottes“ in Voskepar | Armenien entdecken

Die Kirche der Heiligen Mutter Gottes in Voskepar befindet sich in der Provinz Tavush, etwa 400 Meter nordöstlich des Dorfes Voskepar, am linken Ufer des Flusses Voskepar. Eine der frühesten bekannten schriftlichen Beschreibungen des Denkmals stammt aus dem Jahr 1884 vom Volkskundler S. Kamalyan, der es als ein kreuzförmiges Kloster aus fein behauenem Stein beschrieb, das sich auf der Ostseite des alten Dorfes befand.

Unter Wissenschaftlern gibt es unterschiedliche Ansichten hinsichtlich der Datierung der Kirche. Dennoch wird sie allgemein dem 7. Jahrhundert zugeschrieben.

Die Kirche der Heiligen Mutter Gottes ist eine kleine, zentralkuppelige Vierkonch-Kirche und wird zu den Bauwerken des Mastara-Typs der armenischen Architektur gezählt.

An beiden Seiten der östlichen Hauptapsis sind längliche, rechteckige Sakristeien angebaut. Im Inneren der Hauptapsis ist ein wichtiges Merkmal frühmittelalterlicher Kirchen erhalten geblieben: eine steinerne, stufenförmige Bank, die sich entlang der gesamten halbkreisförmigen Wand erstreckt.

Die Kirche besteht aus großen, fein behauenen Blöcken aus gelblich-braunem und rosafarbenem felsitischem Tuff. Auf einigen Steinen sind noch Steinmetzzeichen erhalten. Die Fensterrahmen sind relativ schlicht verziert, obwohl zwei von ihnen ornamentale Motive aufweisen, die einer Lilie ähneln. Aufgrund dieser architektonischen Details ordnen Forscher die Kirche der armenischen Architektur des 7. Jahrhunderts zu.

Zwischen 1975 und 1977 wurde die Kirche nach einem Entwurf des Architekten Hrachya Gasparyan vollständig restauriert.

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