Yerevan
Das Sergei-Parajanov-Museum ist dem armenischen Filmemacher Sergei Parajanov gewidmet, dem Regisseur von „Die Farbe der Granatäpfel“ und „Schatten vergessener Vorfahren“. Die armenische Regierung gründete das Museum 1988 im Ethnografischen Zentrum Dzoragyugh und errichtete zwei Gebäude: eines für Ausstellungen und eines, das Parajanovs Wohnhaus nachempfunden ist. Es beherbergt mehr als 600 Kunstwerke, von denen etwa 250 zusammen mit Dokumenten und Fotografien dauerhaft ausgestellt sind. Die Sammlung spiegelt Parajanovs breit gefächertes kreatives Schaffen über den Film hinaus wider, darunter Assemblagen, Collagen, Zeichnungen, Puppen und Filmskizzen, von denen ein Großteil während seiner fünfjährigen Haft in einem sowjetischen Gefängnis und in den rund fünfzehn Jahren entstand, in denen ihm anschließend die professionelle Filmarbeit untersagt war. Das Museum bewahrt zudem den Briefwechsel zwischen Parajanov und Persönlichkeiten wie Andrej Tarkowski, Michail Vartanow, Federico Fellini, Juri Nikulin und Lilja Brik sowie Einrichtungsgegenstände aus seinem Haus in Tiflis auf, die der Filmemacher Michail Vartanow vor ihrer Überführung nach Armenien dokumentiert hatte. Sein Werk verbindet armenische, östliche und europäische künstlerische Traditionen durch unkonventionelle Materialien und dreidimensionale Kompositionen.
Was Sie hier erleben können: Sehen Sie sich rund 250 von Parajanovs Collagen, Assemblagen, Zeichnungen und Puppen an, von denen viele während seiner Jahre in Haft und im beruflichen Exil entstanden sind. Sehen Sie sich den persönlichen Briefwechsel mit Persönlichkeiten wie Fellini und Tarkowski an. Sehen Sie sich Einrichtungsgegenstände aus seinem Haus in Tiflis an. Sehen Sie sich vor Ort eine Filmvorführung an (Mindestgruppengröße 5 Personen). Nehmen Sie an einer Führung oder einem Audioguide in einer von zehn Sprachen teil.
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